Am 7. Mai 1945 werden in der Wüste von Mexiko
hundert Tonnen TNT in die Luft gesprengt - ein kleiner Vorgeschmack
auf das, was kommen sollte.
Wenig später, am 16. Juli, wird mit den Trinity
Tests die erste Atombombe gezündet. Das Abwerfen einer Uran Bombe
über Hiroshima am 6. August diesen Jahres und drei
Tage darauf einer Implosionsbombe war der makabre Test der neuen Superwaffe.
Mit der abschreckender Wirkung, die die Vernichtung der japanischen
Städte war der
Zweite Weltkrieg endgültig beendet. Und mit Beginn des atomaren
Zeitalters brach zwischen den Supermächten der Kalte Krieg aus
Die Entwicklung von Atomwaffen mit immer größerer
Zerstörungswirkung schaukelte das Gleichgewicht des Schreckens
im Wettrüsten unregelmäßigen Abständen auf ein
immer höheres Niveau. Im Endeffekt konnte über die Jahre addiert
werden, um einwie Vielfaches die Welt hätte vernichtet werden können.
Einige Teile der Welt können schon als vernichtet angesehen werden.
Die Testgebiete der Bombe, vor allem einige Inseln im Südpazifik
sind noch für mehrere tausend Jahre wegen der radioaktiven Kontamination
absolutes Sperrgebiet oder sind vollständig in die Atmosphäre
verdampft.
»Wissen, Wissen und noch mehr Wissen«,
sagte Edward Teller, Entwickler der Wasserstoffbombe, war seine wesentliche
Motivation, sich für deren Tests einzusetzen. Wissenkonnte man
1954 schon eines, die Wirkung würde verheerend sein. Kurz darauf
zündeten sowjetische Wissenschaftler mit ihrer Wasserstoffbombe
im vorarktischen Meer die größte jemals vom Menschen verursachte
Explosion. Dieser frtagwürdige Wissenschaftlerehrgeiz gepaart mit
einer konsensverneinenden Politik macht Angst. Man überlege sich
einmal, bis in die 70er Jahre wurden von den USA, der UdSSR, Großbritannien
oder Frankreich über 2.000 Atomtests durchgeführtDer
Kalte Krieg gilt mit dem Zerfall der Sowjetunion als beendet. Und wenige
Jahre später wird die Angst vor der Bombe erneut geschürt.
Wieder werden Tests durchgeführt. Die Spielregeln, das Säbelrasseln
der Großmächte, sind nicht mehr klar